Liebe Leserin, lieber Leser,
schön, dass Sie vorhaben, diese Zeilen zu lesen. Und schön, dass Sie es überhaupt können. Denn trotz der hohen Alphabetisierungsrate gibt es immer noch Menschen, die das nicht können. Das stellt jedoch mittlerweile kein Problem mehr dar, denn die KI kompensiert es hervorragend. Der Text wird mit dem Handy fotografiert und die KI liest ihn laut vor. Das ist prima und irgendwie doch ein bisschen beunruhigend. Liegt es vielleicht an ihrer Bezeichnung „Künstliche Intelligenz”? Sie ist zwar clever, aber eben nicht natürlich. Das Wort „künstlich“ klingt fast wie eine Vorwarnung. Ein künstliches Lachen wird beispielsweise skeptisch beäugelt und ein künstlich erzeugtes Problem sofort hinterfragt.
Als Gott die Welt erschuf, sah er sich alles an, was er gemacht hatte. „Und siehe, es war sehr gut“, so die Bibel. Alles sah bestimmt natürlich aus. Es roch gut und schmeckte köstlich. An diesen Tagen feiern manche Erntedank. Es ist ein Spektakel zu sehen, wie Kirchen mit den Gaben der Erde geschmückt werden. Das Obst und Gemüse sieht so schön aus, riecht gut und schmeckt bestimmt köstlich, wenn es nicht gleich künstlich verbessert wurde.
Liebe Leserin, lieber Leser, ich wünsche Ihnen ein schmackhaftes Leben, gewürzt mit natürlichen Begegnungen mit Gott und Ihren Mitmenschen.
Ihr (neuer) Pastoralreferent Lucian Farcas